Fachtage? Eine gute Idee!

Habt Ihr schon mal an einem Fachtag teilgenommen? Oder habt Ihr vielleicht schon das ein oder andere Mal darüber nachgedacht Euch anzumelden? Fachtage sind spannende Veranstaltungen und haben für (fast) alle etwas zu bieten – und der Anfang des Jahres ist immer ein guter Zeitpunkt um sich einen Überblick über bevorstehende Veranstaltungen zu verschaffen.

Das Format „Fachtag“ ist meistens nach einem ähnlichen Muster aufgebaut und bietet sowohl Vorträge als auch Workshops. Die Workshops sind in der Regel praxisorientiert und versuchen den Transfer des theoretischen Hauptvortrags zu gewährleisten. Auch die Organisation sogenannter “Panel“ ist geläufig. Das sind thematisch orientierte Gruppen, in denen mehrere Projekte präsentiert werden.

Wie unterschiedlich auch immer ein Fachtag gestaltet ist: Es gibt (mindestens) 5 gute Gründe warum ich Euch eine Teilnahme empfehle.

1. Die Weiterentwicklung – Deine persönliche Schwerpunktsetzung

Es gibt Themen, die Dich interessieren, die aber im Studium, in der Ausbildung oder im fachlichen Austausch im Team zu kurz kommen? Dann wäre doch ein Fachtag eine gute Möglichkeit Deine individuellen Schwerpunkte zu vertiefen.

2. Der NeuheitswertInformationen über den aktuellen Themenstand

Gerade in Berufsfeldern in denen viel Forschung betrieben wird und neue Ergebnisse auch neue Prozesse oder Projekte anstoßen sind Fachtage ein guter Ort um den neusten Forschungsstand abzuklopfen. Denn in der Regel werden Experten eingeladen, die

  • aktuelle Entwicklungen zum Thema vorstellen
  • Einblick bzw. Ausblick auf Ergebnisse und mögliche Ursachen geben
  • Antworten auf aktuelle Herausforderungen formulieren

3. Die Impulse – Anregungen und weiterführende Informationen

Auf solchen Veranstaltungen passiert es mir oft, dass ich Namen, Titel oder Institute notiere, die ich dann später erst einmal recherchieren muss. Solche Impulse und Anregungen sind wichtig, denn in der Regel sind mindestens ein oder zwei interessante Verweise dabei, die wieder auf etwas Neues oder auf eine interessante Person aufmerksam machen. Nicht zu vergessen, die Tagungsunterlagen. Diese Impulse tragen sowohl zum Neuheitswert als auch zur fachlichen Weiterentwicklung bei.

4. Der Blick über den Tellerrand – Erkundung neuer Themenbereiche

Noch ein Pluspunkt für die Teilnahme an Fachtagen: Es sind Veranstaltungen, die 1-2 Tage dauern und sich von den Kosten bzw. Teilnahmegebühren in Grenzen halten (normalerweise). Viele Veranstalter schreiben sogar einen Studenten- bzw. Schülerpreis aus, der in manchen Fällen sogar unter 10€ liegt. Auch wenn ein ermäßigter Preis nicht direkt ausgeschrieben ist, lohnt sich eine Nachfrage. Durch die überschaubaren Kosten kannst Du gefahrlos in angrenzende Themengebiete reinschauen oder auch ein Thema wählen, welches Dich interessiert, wozu Du aber nicht gleich eine teure Fortbildung belegen willst. Du kannst also ganz entspannt einen Einblick bekommen. Wenn Du bereits berufstätig bist, können Fachtage (in vielen Fällen) auch als Fortbildungen gezählt werden.

5. Das Netzwerken – In Kontakt sein, sich austauschen und vernetzten

Und zuletzt auf meiner Liste: Das Netzwerk. Du triffst auf diesen Veranstaltungen viele Menschen, erlebst sie direkt, hörst sie berichten und erfährst etwas über ihre Arbeit. In Workshops bzw. in kleineren Runden ist dann auch oft Zeit für einen persönlichen Austausch, der wirklich sehr interessant sein kann. Nimmst Du regelmäßiger an solchen Veranstaltungen teil, wirst Du merken, dass auch immer wieder bekannte Gesichter unter den Teilnehmern sind. Wenn Du selbst ein spezielles Interessensgebiet hast, als Fortbildner tätig bist oder Du dich auf der Suche nach Experten befindest, kann ein Fachtag eine gute Plattform sein um persönlichen Kontakt herzustellen. Auf diese persönlichen Treffen kann man sich bei einer späteren Kontaktaufnahme z. B. noch einmal beziehen.

Wie findet man aber jetzt Veranstaltungen?

Ausschreibungen für Fachtage finden sich an den unterschiedlichsten Stellen. Hier gibt es beispielsweise einen Veranstaltungskalender, der aber nicht vollständig ist.

Gute Anlaufpunkt sind:

  • Universitäten oder Hochschulen, die solche Veranstaltungen selbst organisieren und/oder sie über ihre Internetseite ausschreiben,
  • (frühpädagogische) Institute, Vereinigungen oder Netzwerke,
  • Träger, besonders auch die bekannten großen Träge wie Caritas, AWO, der paritätische Wohlfahrtsverband u.a.,
  • Städte und Kommunen,
  • und nicht zuletzt Weiterbildungsinstitute

Meine Fachtage 2016:

Ich habe mich in diesem Jahr für folgende Fachtage entschieden:

11.03.2016 Fachtag Inklusion: Migration und Fluchterfahrung der Ressourcenwerkstatt in Bamberg

  1. – 23.04.2016 Bundestagung: „Netzwerk Fortbildungen Kinder bis Drei“ in Osnabrück

20.05.2016 Fachtag Kinaesthetics: Kinder in ihrer Entwicklung stärken – Bewegungsentwicklung und Lernen achtsam begleiten in Nürnberg

23. – 24.09.2016 Bundetagung Pestalozzi-Fröbel-Verband: „Lebens(t)räume schaffen im interkulturellen Dialog“ in Freiburg

Außerdem interessant:

  1. – 20.02.2016 didacta die Bildungsmesse Bildung ist Zukunft in Köln (nicht direkt Fachtag)
  2. 03. 2016: „Frühe Hilfen und Familienbildung – Wege der Kooperation“ in Frankfurt

Das ist natürlich nur eine kleine Auswahl und durch meine eigenen Schwerpunkte geprägt. Kannst du uns auch noch Fachtage empfehlen? Hinterlasse ein Kommentar und erzähl und von deinen Erfahrungen.

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