Kindheitspädagog*innen & Arbeitswelt: Wissenschaftlicher Mitarbeiter

Als Kindheitspädagoge an einer Hochschule

Jannes hat von 2007 bis 2010 in Emden an der Fachhochschule Integrative Frühpädagogik studiert. Davor absolvierte er die Ausbildungen zum staatlich anerkannten Erzieher und staatlich geprüften Sozialassistenten. Von 2010 bis 2012 studierte er außerdem den Masterstudiengang „Soziale Kohäsion im Kontext Sozialer Arbeit und Gesundheit“ an der Hochschule Emden. Während dessen erfolgte sein beruflicher Einstieg beim Niedersächsischen Institut für frühkindliche Bildung und Entwicklung im Regionalnetzwerk NordWest als Fachberater und Netzwerkkoordinator. 2014 wechselte er nach Berlin zur PädQUIS gGmbH – An-Institut der Alice Salomon Hochschule Berlin um als Wissenschaftlicher Mitarbeiter im Bundesprogramm „Lernort Praxis“ im Bereich Curriculumsentwicklung und Weiterbildungskoordination tätig zu sein.

Seit dem 01. Mai 2016 ist er als Fachreferent und Mitarbeiter Praxisforschung in der Koordinationsstelle Chance Quereinstieg / Männer in Kitas an der Katholischen Hochschule für Sozialwesen Berlin tätig.

Seit der Gründung des Deutschen Berufsverbands für Frühpädagogik e.V. (DBFF) (Mehr über den Berufsverband hier erfahren) 2008 ist er außerdem im Vorstand tätig und seit dem letzten Jahr 1. Vorsitzender.

Erzähl doch mal kurz: Was machst du genau beruflich.

Seit dem 01. Mai arbeite ich in der Koordinationsstelle Chance Quereinstieg / Männer in Kitas an der Katholischen Hochschule für Sozialwesen Berlin. Ich bin im Rahmen des Bundesprogramms „Quereinstieg – Männer und Frauen in Kitas“, gefördert aus ESF-Mitteln, als Fachreferent und Mitarbeiter in der Praxisforschung tätig. Wir begleiten die Modellprojekte bei der Entwicklung einer gendersensiblen, erwachsenengerechten und vergüteten Erzieher/in-Ausbildung für Quereinsteiger*innen. Neben der fachlichen Begleitung (Organisation von Fortbildungen, Erstellung von Handreichungen, Beratung der Projekte etc.) gehört die begleitende Forschung zu meinen Aufgaben.

Und wie bist du dazu gekommen?

Ich war wohl einfach zur richtigen Zeit am richtigen Ort und habe die Jobchance dann ergriffen.

Etwas ausführlicher sah das ungefähr wie folgt aus: Durch meine vorherige Tätigkeit im Bundesprogramm „Lernort Praxis“ als wissenschaftlicher Mitarbeiter bei der PädQUIS gGmbH (An-Institut der Alice Salomon Hochschule Berlin) gab es engen Kontakt mit der Koordinationsstelle an der Katholischen Hochschule in Berlin. Ich habe dann frühzeitig von der frei gewordenen Stelle erfahren und bin gefragt worden, ob ich mir die Arbeit vorstellen könnte. Das konnte ich und habe mich dann auf die Stelle beworben und nach Ablauf des Auswahlprozesses gab es erfreulicherweise die Zusage.  Ein Grund meiner Zusage war unter anderem die Perspektive auf ein längeres Anstellungsverhältnis. Das Programm „Lernort Praxis“ läuft Ende des Jahres aus und das „Quereinstieg“-Programm bietet mir eine Perspektive bis 2020.

Hast du das Gefühl durch dein Studium gut auf deine jetzige Tätigkeit vorbereitet zu sein?

Ja, auf jeden Fall! Ich hatte zum einen sehr gute Dozent*innen im Studium mit interessanten Inhalten und zum anderen waren wir ein fachlich und persönlich sehr starker Jahrgang. Sicherlich hat es eine große Rolle gespielt, dass wir alle vorher eine Berufsausbildung als Erzieher/in oder Heilerziehungspfleger/in absolviert haben. Wir waren alle sehr gewillt uns fachlich weiterzuentwickeln. Außerdem bot mir das Studium die Gelegenheiten über Projektarbeiten und studentische Hilfskraftarbeiten in Forschungs- und Transferprojekten wichtige Erfahrungen zu sammeln. Natürlich profitiere ich auch von meinem Masterstudium im Bereich Soziale Arbeit und Gesundheit, das ich leider nicht erfolgreich beenden konnte. Aber auch aus der Zeit habe ich viel Wichtiges mitgenommen.

Was motiviert dich?

Es ist eine überaus interessante und sinnvolle Tätigkeit. Ich kann das Feld mitgestalten und ich habe  viel Freude an der Tätigkeit. Es ist toll, einen Job zu haben der Spaß macht. Da nehme ich auch gerne eine befristet Teilzeitbeschäftigung in Kauf. Meine Work-Life-Balance ist auf jeden Fall gesund :)

Was würdest du anderen (Kindheit-)Pädagogen*innen sagen, die gerne als wissenschaftliche Mitarbeiter arbeiten möchten?

Es gilt sich frühzeitig im Studium mit Freude die Forschung zu erschließen und die Chancen zu nutzen, die unter anderem studentische Hilfskraftstellen bieten, besonders in Forschungs-, Entwicklungs- und Transferprojekten. In solchen Projekten kann man sich wunderbar ausprobieren und enorm viel neben dem Studium dazulernen.  Sie sind zudem ein wichtiger Bestandteil bei der Entwicklung eines persönlichen Netzwerks. Vernetzung ist einfach elementar in unserer Profession.

Danke für den Einblick in deine Arbeitswelt.

Habt Ihr Fragen an Jannes? Wir freuen uns auch Eure Rückmeldungen.

 

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